Spielmannszug Hünningen der freiwilligen Feuerwehr Ense
Spielmannszug Hünningen der freiwilligen Feuerwehr Ense

Chronik

Im Jahre 1953, 8 Jahre nach dem 2. Weltkrieg, wurde der Spielmannszug Hünningen von 40 Kameraden aus den Reihen des Löschzuges Hünningen, der damaligen Amtsfeuerwehr Bremen, gegründet. Die Musikinstrumente wurden zu Beginn teilweise von Hünninger Mitbürgern gespendet, oder mussten selbst gekauft werden.

 

Unter der ersten musikalischen Leitung von Josef Rubarth - er selbst gehörte zu den Gründungsmitgliedern - startete der noch sehr junge Verein mit den musikalischen Proben. Als Ausbilder konnten zu diesem Zeitpunkt Franz Wichmann und Josef Schlotmann - beides erfahrene Musiker - aus der Nachbarstadt Neheim gewonnen werden.

Etliche Übungsstunden später war es im Jahre 1954 soweit: der erste öffentliche Auftritt auf dem Schützenfest im Nachbarort Waltringen stand bevor. Das Aufspielen dort wurde sogleich ein voller Erfolg.

 

Nach den ersten Auftritten keimte bei den Kameraden sehr schnell der Wunsch nach einem einheitlichen Erscheinungsbild. Der damalige Amtsdirektor Wittmers sowie die beiden Hünninger Bürgermeister Bernhard und Hermann Jolk hatten ein offenes Ohr für die Spielleute, so dass relativ schnell die ersten eigenen Uniformen angeschafft werden konnten.

Der Spielmannszug mit den ersten Uniformen

Schon bald kamen neben diversen Festgestaltungen auf den heimischen Schützenfesten weitere Auftritte wie beispielsweise Freundschaftstreffen oder die musikalische Gestaltung auf Feuerwehrfesten hinzu.

 

1955 wagte man sich dann auf den ersten Wettstreit nach Bentrop bei Fröndenberg. Hierbei erlangten die Kameraden viele Wertungspunkte und erhielten Lob von allen Seiten.

 

1961 wurde aus den Reihen des Spielmannszuges eine Bläsergruppe gegründet, welche heute leider nicht mehr aktiv ist.

Bild links: Bernhard Schäfer

Im Jahre 1963 wurde Bernhard Schäfer aus Werl als Ausbilder gewonnen. Dies war rückblickend ein weiterer wichtiger Schritt. Bernhard war und ist vielen Musikern in dieser Region bekannt, da er bereits in mehreren Spielmannszügen für die Aus- und Weiterbildung verantwortlich war. Neben der Ausbildung auf nahezu allen Instrumenten formte er den Spielmannszug der freiwilligen Feuerwehr Ense in den Folgejahren zu einer harmonischen, kameradschaftlichen und musikalischen Einheit.

 

Um den Fortbestand des Spielmannszuges langfristig zu sichern entschloss man sich im Jahre 1970, die erste Jugendgruppe ins Leben zu rufen. Ebenfalls im Jahre 1970 unterstützte der Flötist Franz Jolk als stellv. Tambourmajor Josef Rubarth. Zudem war Franz fortan auch für die Jugendarbeit verantwortlich.

Aus den Reihen des Spielmannszuges entstand 1974 auch die Tanzkapelle HEBINA 2000.
Die Spielleute Henning, Bierbaum und Nagel feierten in dieser Zusammensetzung etliche Erfolge. Leider sind die drei Kameraden heute nicht mehr aktiv.

25 Jahre Spielmannszug Hünningen

Das erste große Jubiläum konnte man im Jahre 1978 feiern. Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens standen die Orte Hünningen und Lüttringen ganz im Zeichen von Trommel und Flöte. Gefeiert wurde vom 19. bis 21. Mai in der heimischen Schützenhalle. Viele Gäste aus Nah und Fern erlebten an allen Tagen insgesamt 28 Gastvereine, die ihr musikalisches Können darboten. Ein Höhepunkt  war sicherlich der Sternenmarsch durch die Dörfer Hünningen und Lüttringen. Zahlreiche Besucher säumten die Straßen um anschließend in der Schützenhalle mit den Spielleuten zünftig weiter zu feiern.

Artikel der Westfalenpost vom 19. Mai 1978
Franz Jolk

Unser langjähriger Tambourmajor Josef Rubarth verstarb im Jahr 1981  plötzlich und unerwartet. Das Amt wurde von seinem damaligen Stellvertreter Franz Jolk weitergeführt. Unter seiner Leitung wurden die ersten Kontakte zum Volksmusikerbund Kreisverband Soest geknüpft, zu dessen Gründungsmitgliedern unser Verein rückblickend zählt.

Mehr als 25 Jahre stellte die Firma Schmitz aus Wickede ihre Firmenräume neben der Gaststätte Schumacher in Hünningen kostenlos zu Übungszwecken zur Verfügung.
Aufgrund stetig steigender Mitgliederzahlen und der Schließung der Schreinerei Schmitz mussten neue Räumlichkeiten für die Probenarbeit gesucht werden. Bis zur Einweihung des neuen Feuerwehrhauses im Jahre 1986 diente dem Spielmannszug der Speiseraum der Schützenhalle Hünningen Lüttringen als Probenraum.

Während der Amtszeit von Franz Jolk wurden die ersten Kameraden zu musikalischen Grund- und Weiterbildungslehrgängen entsandt. Franz führte als Tambourmajor den Spielmannszug bis zum Jahre 1993 mit großem Erfolg weiter. Die Anzahl der jugendlichen Spielleute wuchs in dieser Zeit stetig an.


Siegfried Wrede

Zum 40. Bestehen im Jahre 1993 konnten in der heimischen Schützenhalle an zwei Festtagen zahlreiche Musik- und Spielmannszüge begrüßt werden. Einer der Höhepunkte war abermals ein Festumzug durch beide Dörfer und der erste Auftritt des neu gegründeten Jugendspielmannszuges.

Einige unserer verdienten Mitglieder nahmen dieses Jubiläum zum Anlass, ihr Ausscheiden aus dem aktiven Dienst im Spielmannszug bekannt zu geben.
Franz Jolk übergab nach mehr als 10 jähriger Tätigkeit als Tambourmajor den Tambourstab an seinen Neffen Siegfried Wrede, der das Amt bis zum 60 jährigen Jubiläum 2013 inne hatte.

Der erste Auftritt des Jugendspielmannszuges 1991

Unter seiner Führung wurde die Jugendarbeit kontinuierlich ausgebaut. Erstmalig wurden auch Musikerinnen aufgenommen.
Man entschloss sich, einen D1 - Lehrgang mit allen Aktiven durchzuführen Dieser erwies sich als sehr erfolgreich, da selbst langjährige Mitglieder mit über 60 Jahren an diesem Lehrgang mit viel Freude teilgenommen haben. Hier ergab sich für den Spielmannszug eine neue Situation: Musikstücke wurden von nun an nach Originalnoten einstudiert und geprobt.


Seit Beginn der 90-er Jahre werden alle aktiven Spielleute regelmäßig bei verschiedenen Notenlehrgängen aus- und weitergebildet.
Auch mit den musikalisch ausgebildeten Jugendlichen konnte der Spielmannszug Auftritte wahrnehmen, u.a. bei Konzerten am Bremer „Haus am Spring“.
Im Jahre 1999 wurde von allen Enser Musik- und Gesangvereinen eine Doppel – CD aufgenommen. Auch hier wirkte der Spielmannszug mit.

Seit Ende der 90-er Jahre werden regelmäßig Probenwochenenden in verschiedenen Einrichtungen durchgeführt. Bisherige Stationen waren Schloss Eringerfeld, Bad Fredeburg, Windeck(Sieg) und Meschede.

Neben intensiven Proben spielt natürlich auch die Geselligkeit und Kameradschaftspflege eine große Rolle.
Die Probenwochenenden gehören zum festen Bestandteil unserer alljährlichen Aktivitäten und sind aus unserem Terminplan nicht mehr wegzudenken.

 

Auch nach der Jahrtausendwende blieb unser Verein weiterhin erfolgreich aktiv. Am 17.09.2002 veranstaltete der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Wickede/Ruhr ein Fußballjuxturnier, bei dem wir als Sieger hervorgingen.

50 Jahre Spielmannszug Hünningen

Vom 12. – 14. September 2003 konnte das 3. Jubiläum gefeiert werden: „ 50 Jahre Spielmannszug Hünningen“. Mit 26 befreundeten Vereinen aus Nah und Fern feierten wir diesen runden Geburtstag zünftig in der Schützenhalle Hünningen / Lüttringen.

Einer der Höhepunkte war die erstmalige Ernennung von Ehrenmitgliedern, was bis dato in unserem Verein noch nicht vorgenommen wurde.
Ehrenmitglieder werden alle Spielleute, die mindestens 35 Jahre aktive Tätigkeit und ihr 60. Lebensjahr vollendet haben. Zu den Geehrten zählen bis heute die Mitbegründer Hans Koerdt und Josef Wrede sowie die langjährigen Spielleute Heinz Schulte, Erwin Piatek, Günter Koerdt und unser Kamerad Günter Hoffmann, der im Jahr 2004 leider verstarb. Franz Jolk wurde auf diesem Jubiläum zum Ehrentambourmajor ernannt.

Bernhard Schäfer und Franz Jolk

 

 

Ein Ereignis überschattete das Jubiläumsjahr des Spielmannszuges. Der langjährige Ausbilder Bernhard Schäfer verstarb im hohen Alter von 90 Jahren. Über acht Jahrzehnte war er Spielmann mit Leib und Seele. Uns allen bleibt er unvergessen – wir haben ihm viel zu verdanken.

In New York auf der 5th Avenue

Nach intensiven Planungsvorbereitungen ging es im September 2005 über den „Großen Teich“ zur Steubenparade nach New York. Rund 40 Aktive und Begleiter des Spielmannszuges trafen sich am 15.09.2005 um mit dem Bus zum Flughafen Düsseldorf zu fahren. Nach zehnstündigem Flug erreichte man New York. Die eigentliche Parade fand zwei Tage später statt. Nach dem Umzug über die 5th Avenue endete der Tag mit einer Abschlussfeier im Central Park. Weitere Stationen waren die Besichtigungen vom Empire State Building, der Gedenkstätte von Ground Zero sowie eine Stadtrundfahrt, die uns an allen wichtigen Sehenswürdigen dieser Weltmetropole vorbei führte. Diese Reise wird uns wohl immer in Erinnerung bleiben. Es war sicherlich nicht die letzte Fahrt dieser Art.

Im Frühjahr 2007 begannen die Planungen für unser nächstes Projekt: eine gemeinsame CD-Aufnahme mit dem Jugendmusikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bremen. Unter der Federführung von Detlef Budde und Siegfried Wrede wurden insgesamt 14 Titel mit professioneller Unterstützung in der Schützenhalle Hünningen-Lüttringen aufgenommen.

2013 war wieder ein Jubeljahr. Zu diesem Anlass feierte der Spielmannszug am 27. und 28. September ihr großes Jubelfest in der Schützenhalle Hünningen- Lüttringen. Hierzu erschienen insgesamt 28 befreundete Musikvereine und Spielmannszüge.

Es waren zwei sehr gelungene Tage und sie werden wohl noch lange in den Köpfen der Spielleute hängen bleiben. Wie auch Franz Jolk vor ihm, nahm Siegfried Wrede dieses Fest zum Anlass seine Stabführung nach 20 Jahren abzugeben. Sascha Robbert führt dieses Amt nun weiter.

 

 

Heute absolviert der Spielmannszug durchschnittlich 30 Auftritte und 35 Übungsabende pro Jahr. Der Verein besteht aus insgesamt 62 aktiven Musikern, davon befinden sich 28 Kinder und Jugendliche noch in der Ausbildung.

 

 

 

 

Das Durchschnittsalter des „großen“ Zuges beträgt 27 Jahre, bei den Jugendgruppen 11 Jahre. Der Spielmannszug ist über die Gemeindegrenzen hinaus sehr bekannt und beliebt. Bei den vielfältigen Auftritten repräsentiert er die Gemeinde, vor allem aber die Freiwillige Feuerwehr Ense.

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